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— Septem Patres —

Die Sieben Patres

Sieben Männer. Sieben Quellen. Ein Auftrag im Schatten des untergehenden Ordens.

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Lorenzo Ricci
1703 — 1775
Der Letzte General

Lorenzo Ricci

18. Generaloberer der Gesellschaft Jesu. Geboren in Florenz, gestorben in der Engelsburg. Unter seiner Führung erlebt der Orden seinen tiefsten Niedergang — und gleichzeitig seine geheimste Stunde.

In den Monaten vor der Bulle vom 16. August 1773 trifft Ricci eine Entscheidung, die nur er und sieben handverlesene Patres kennen werden. Was er ihnen anvertraut, wird 250 Jahre später wieder gesucht werden.

"Septem fontes paravimus. Et septem viros ad eos. Si silebimus, vivent."
— "Sieben Quellen haben wir bereitet. Und sieben Männer dazu. Wenn wir schweigen, leben sie."

Die Sieben Erwählten

Pater Konrad Hartmann
Pater Nr. 1

Pater Konrad Hartmann

* 1731 Trier · † 1798 (?)
Quelle: Eifel · Wallenborn

Theologe, Sprachgelehrter, Erforscher der Eifel-Vulkangeologie. Verschwand im September 1773 aus Rom auf dem Weg in seine Heimat.

"In silentio Eyfeli, primus tacet."
Pater Friedrich Baumgartner
Pater Nr. 2

Pater Friedrich Baumgartner

* 1729 Stuttgart · † 1803
Quelle: Schwarzwald · Triberg

Astronom, vermutlich Schüler von Tobias Mayer. Vor seinem Verschwinden hinterließ er handgeschriebene Sternkarten — die genaue Positionen der Quellen verschlüsseln.

"Sub silvis nigris, secundus dormit."
Pater Andreas von Schörgendorfer
Pater Nr. 3

Pater Andreas von Schörgendorfer

* 1725 Salzburg · † 1781
Quelle: Salzburg · Tennengebirge

Der einzige der Sieben, dessen Tod dokumentiert ist. Starb 1781 unter Salzburger Felsen — laut Akten ein Unfall. Laut Septem-Fontes-Überlieferung: nicht zufällig.

"Inter alpes salinas, tertius lacrimat."
Pater Maximilian Stadler
Pater Nr. 4

Pater Maximilian Stadler

* 1733 München · † 1812 (?)
Quelle: Ettal · Oberbayern

Musiktheoretiker, Komponist sakraler Werke. Lebte unter falschem Namen in der Nähe von Kloster Ettal weiter, ohne den Benediktinern seine wahre Identität zu offenbaren.

"In monte sacro, quartus cadit."
Pater Wojciech Modlęski
Pater Nr. 5

Pater Wojciech Modlęski

* 1721 Krakau · † 1796
Quelle: Polen · Niederschlesien

Der einzige der Sieben, der offiziell als Jesuit weiterleben durfte. In Preußen und Polen wurde die päpstliche Bulle nie publiziert — der Orden überlebte dort versteckt.

"Inter populos liberos, quintus stat."
Pater Pavel Volkov
Pater Nr. 6

Pater Pavel Volkov

* 1735 Moskau · † unbekannt
Quelle: Russland · Karelien

Russisch-orthodoxer Konvertit zum Katholizismus, dann Jesuit. Katharina II. duldete die Jesuiten als Bildungsexpertise — Volkov nutzte das, um die sechste Quelle in Karelien zu errichten.

"Sub nive aeterna, sextus tacet."
Pater Jean-Baptiste de Sion
Pater Nr. 7

Pater Jean-Baptiste de Sion

* 1727 Sion · † 1804
Quelle: Schweiz · Wallis

Der siebte und letzte Pater. Sion ist das deutsche Sitten — er nahm den Namen seines Geburtsorts an, um seine Spur zu legen. Lebte als Apotheker im Wallis bis zu seinem natürlichen Tod.

"In valle ultima, septimus loquitur."
— Octavus · Vacuus —

Sieben Namen. Acht Eide.

Der Stein in Wallenborn trägt sieben Namen. Eine Akte im Bistumsarchiv Trier nennt einen achten — einen Salzburger Adligen, dessen Linie 1873 ausstarb. Sein Name taucht in einer Beichtniederschrift von 1543 auf, dreißig Jahre bevor die Gesellschaft Jesu überhaupt gegründet wurde. Wie das zusammenpasst, hat noch niemand öffentlich erklärt.

Pilot-Novelle · Kapitel 11 · Cubiculum sine fenestris

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