Die Sieben Patres
Sieben Männer. Sieben Quellen. Ein Auftrag im Schatten des untergehenden Ordens.

Lorenzo Ricci
18. Generaloberer der Gesellschaft Jesu. Geboren in Florenz, gestorben in der Engelsburg. Unter seiner Führung erlebt der Orden seinen tiefsten Niedergang — und gleichzeitig seine geheimste Stunde.
In den Monaten vor der Bulle vom 16. August 1773 trifft Ricci eine Entscheidung, die nur er und sieben handverlesene Patres kennen werden. Was er ihnen anvertraut, wird 250 Jahre später wieder gesucht werden.
Die Sieben Erwählten

Pater Konrad Hartmann
Theologe, Sprachgelehrter, Erforscher der Eifel-Vulkangeologie. Verschwand im September 1773 aus Rom auf dem Weg in seine Heimat.

Pater Friedrich Baumgartner
Astronom, vermutlich Schüler von Tobias Mayer. Vor seinem Verschwinden hinterließ er handgeschriebene Sternkarten — die genaue Positionen der Quellen verschlüsseln.

Pater Andreas von Schörgendorfer
Der einzige der Sieben, dessen Tod dokumentiert ist. Starb 1781 unter Salzburger Felsen — laut Akten ein Unfall. Laut Septem-Fontes-Überlieferung: nicht zufällig.

Pater Maximilian Stadler
Musiktheoretiker, Komponist sakraler Werke. Lebte unter falschem Namen in der Nähe von Kloster Ettal weiter, ohne den Benediktinern seine wahre Identität zu offenbaren.

Pater Wojciech Modlęski
Der einzige der Sieben, der offiziell als Jesuit weiterleben durfte. In Preußen und Polen wurde die päpstliche Bulle nie publiziert — der Orden überlebte dort versteckt.

Pater Pavel Volkov
Russisch-orthodoxer Konvertit zum Katholizismus, dann Jesuit. Katharina II. duldete die Jesuiten als Bildungsexpertise — Volkov nutzte das, um die sechste Quelle in Karelien zu errichten.

Pater Jean-Baptiste de Sion
Der siebte und letzte Pater. Sion ist das deutsche Sitten — er nahm den Namen seines Geburtsorts an, um seine Spur zu legen. Lebte als Apotheker im Wallis bis zu seinem natürlichen Tod.
Sieben Namen. Acht Eide.
Der Stein in Wallenborn trägt sieben Namen. Eine Akte im Bistumsarchiv Trier nennt einen achten — einen Salzburger Adligen, dessen Linie 1873 ausstarb. Sein Name taucht in einer Beichtniederschrift von 1543 auf, dreißig Jahre bevor die Gesellschaft Jesu überhaupt gegründet wurde. Wie das zusammenpasst, hat noch niemand öffentlich erklärt.
Pilot-Novelle · Kapitel 11 · Cubiculum sine fenestris
Tiefer eintauchen?
Zur Chronik 1773